Die Windelentwöhnung - KINDEROASEN WÜRENLOS

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10 schritte zum Trockenwerden

1. Schritt - Die Bereitschaft Ihres Kindes einschätzen

Die meisten Eltern beginnen mit dem Töpfchen-Training, wenn die Kleinen über zwei Jahre alt sind. Einige Kinder sind allerdings bis zu ihrem vierten Lebensjahr noch nicht bereit. Warten Sie auf die richtigen Zeichen, wie z.B. das Imitieren anderer Badgewohnheiten. Vermeiden Sie, Ihr Kind auf das Töpfchen zu zwingen. Ist es zu diesem Schritt bereit, wird es ihn auch gehen. Ein Jedes Kind muss selbst bestimmen wann es welchen Schritt machen möchte, druck und zwang erschweren den Weg zum Ziel.

2. Schritt - Kaufen Sie die richtige Ausstattung

Die wichtigste Investition ist ein passendes Töpfchen oder ein spezieller Toilettenaufsatz. . Am besten wäre es wenn sie das Kind, im Laden, selbst aussuchen lassen. Egal für was Sie sich entscheiden, vergewissern Sie sich, dass das Töpfchen stabil steht, damit Ihr Kind es auch allein benutzen kann, ohne es umzuwerfen oder von ihm herunterzufallen. Um Ihrem Kind den Vorgang verständlicher zu machen, können Sie ihm auch erklärende Bilderbücher oder Videos zeigen.

3. Schritt - Routine schaffen

Setzen Sie Ihr Kind einfach mal angezogen auf das Töpfchen, zum Beispiel nach dem Frühstück oder zu einem anderen günstigen Zeitpunkt. Dies ermöglicht Ihrem Kind, das Töpfchen als einen Teil der täglichen Routine zu erfahren. Will es allerdings nicht sitzen bleiben, ist das auch in Ordnung. Zwingen Sie Ihr Kind niemals aufs Töpfchen zu gehen, wenn es nicht will. Dramatisieren Sie das Thema auch nicht; es ängstigt Ihr Kind nur. In so einem Fall ist es besser, das Töpfchen für eine Zeit weg- zuräumen und es später erneut zu versuchen.

Wenn Ihr Kind gern auf dem Töpfchen sitzt: Prima! Versuchen Sie i n dieser Phase nicht, ihm zu erklären, warum es dort sitzt. Es soll nur begreifen, dass es dieses Ding benutzen soll. Das Töpfchen sollte immer an einem schönen Ort platziert werden - vorausgesetzt, es ist mobil. Im Sommer kann es auch mit in den Garten genommen werden.
Puppen können auch, dabei helfen, dem Kind den Bezug zum Körper verstehen zu lassen. Das Töpfchen darf durchaus auch als Spielzeug benutzt werden

4. Schritt - weg mit der Windeln

Ihr Kind sitzt nun ohne Windel auf dem Töpfchen. Lassen Sie ihm Zeit, sich daran zu gewöhnen, wie es sich anfühlt. Falls es noch nicht klappt hat das verschiedene Gründe. Erstens muss das Gehirn erst die Nervenverbindungen schaffen die zum Muskel des Anus führen. Diese Verbindung ist zunächst schwach, und im Spiel funktionieren die Verbindungen zunächst oft nicht. Des weiteren ist es von Vorteil wenn man das Kind bei seinen eigenen Geschäften möglichst oft mitnimmt, damit es lernt, dass dies zum Alltag gehört.

Hat Ihr Kind den Sinn verstanden und macht etwas in das Töpfchen - super! Falls nicht, drängen Sie es nicht….

5. Schritt - Erklären Sie den Prozess

Vielleicht hilft es Ihrem Kind, wenn es weiß, wohin sein Geschäft entschwindet. Das nächste Mal, wenn etwas in die Windel geht, gehen Sie mit ihm zum Töpfchen und entleeren die Windel dort hinein. Durch das direkte Beobachten, was mit dem Windelinhalt geschieht, lernt es, warum es auf das Töpfchen gehen soll. Entleeren Sie dann das Töpfchen in die Toilette und lassen Sie Ihr Kind abziehen, aber nur falls es Ihm Vergnügen bereitet und es wissen will, wohin alles geht. Bringen Sie ihm gleich von Beginn an bei, mit dem Klopapier umzugehen, sich selbst wieder anzuziehen und die Hände zu waschen. Da "Gaggi" für das Kind nicht wirklich verständlich ist…woher es kommt und wieso, ist es empfehlenswert Kinderbüchlein zur Hilfe zu nehmen die dies thematisieren. Zum Beispiel " der Maulwurf der nicht wusste wer im auf den Kopf gemacht hat".

6. Schritt - Unabhängigkeit fördern

Ermutigen Sie Ihr Kind, das Töpfchen auch allein aufzusuchen, wenn es den Drang dazu verspürt. Oder es soll Ihnen Bescheid sagen, damit Sie mit ihm ins Bad gehen können. Falls Sie die Möglichkeit haben, lassen Sie es ruhig ohne Hose und Windel spielen, natürlich nur wenn es warm ist und das Töpfchen in der Nähe steht. Erzählen Sie ihm, dass es nun jederzeit auf das Töpfchen gehen kann und - falls nötig - erinnern Sie es gelegentlich daran.

7. Schritt - Besorgen Sie ein paar Trainings-Windeln

Vielleicht möchten Sie Höschenwindeln mit Bund ausprobieren. Einige Kinder sind neugierig und mögen die "neue Windel", die wie eine Unterhose benutzt wird. Es wird helfen, Ihr Ziel zu erreichen. Es kann aber auch der Fall sein, dass Ihr Kind diese neuartige Windel überhaupt nicht mag und diese spezielle Erfahrung ablehnt. Einige Kinder finden es ganz toll, Unterwäsche anstelle der Windeln zu tragen.

8. Schritt - Reagieren Sie taktvoll auf Missgeschicke

Fast jedem Kind passieren in der Phase des Trockenwerdens kleine Missgeschicke. Das ist ganz normal. Es geht öfters mal etwas in die Hose, bis Ihr Kleines absolut trocken ist, tags wie nachts. Werden Sie nicht wütend oder setzen sie es nicht unter Druck. Es ist noch nicht allzu lange her, dass sich die Blasenmuskulatur und der Schließmuskel soweit ausgebildet haben, dass sie stark genug sind, die Blase und den Enddarm fest verschließen zu können. Um diesen Prozess korrekt ausführen zu können, benötigt es Zeit. Bleiben Sie ruhig und geduldig, falls mal etwas in die Hose geht.

9. Schritt - Einführung des Nachttrainings

Benutzt Ihr Kind am Tag konsequent das Töpfchen oder die Toilette, wird es vielleicht trotzdem weitere Monate oder Jahre brauchen um nachts trocken zu werden. Also bewahren Sie die übrig gebliebenen Windeln lieber auf. Eventuell ist das Kind noch nicht so darin geübt, um für den Toilettengang regelmäßig aufzuwachen. Machen Sie Ihrem Kind verständlich, dass es Sie immer rufen kann, wenn es nachts wach wird, damit Sie mit ihm auf die Toilette gehen. Für den Fall, dass es das Töpfchen in der Nacht benutzen will, können Sie das Gerät auch neben dem Kinderbett platzieren.

10. Schritt - Hurra, Sie haben es geschafft

Glauben Sie es oder nicht, aber wenn Ihr Kind bereit ist fürs Trockenwerden, wird es das auch. Warten Sie, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist, damit die Phase nicht zu anstrengend für Sie beide wird. Kinder haben bei diesem Prozess ihre eigene Geschwindigkeit und spätestens, wenn alles geschafft ist, verschwenden Sie keinen Gedanken mehr daran. Außer bei Ihrem nächsten Baby......



Gibt es Tipps zum Töpfchentraining?

Beginnen sie nicht mit dem Töpfchentraining, wenn gerade andere große Veränderungen im Leben Ihres Kindes anstehen. Falls Sie gerade umziehen, ein neuer Babysitter sich um Ihr Kind kümmert, sie ein weiteres Kind erwarten oder andere bedeutsame Veränderungen bevorstehen, verschieben Sie das Training, bis sich die Umstände beruhigt haben. Kommt das Töpfchentraining zu einer Liste von mehreren Umwälzungen hinzu, die Ihr Kind bewältigen muss, kann es schnell passieren, dass es diese Zeit immer mit einem Gefühl von Unsicherheit verbinden wird - an Stelle von Selbstbewusstsein und angenehmen Erfahrungen.

Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, sich von dem Gefühl zu befreien, dass Ihr Kind unbedingt so schnell wie möglich den Gang aufs Töpfchen lernen und beherrschen muss. Widerstehen Sie diesem Druck, der oft auch von Freunden, Bekannten oder Verwandten ausgeübt wird. Töpfchentraining ist kein Wettkampf! Ihre Rolle besteht darin, Ihr Kind zu zu fördern, sodass es jeden Schritt in seinem eigenen Tempo machen kann.

Weitere Tipps:
Achten Sie auf die Haut Ihres Kindes. Am zarten Po bildet sich leicht Ausschlag, wenn die Haut zu oft und zu lange nass ist.
Unterlassen Sie die "Trainingsmethode", Ihr Kind absichtlich länger durchnässte oder schmutzige Wäsche tragen zu lassen. Ganz abgesehen davon, dass diese Erfahrungen sehr unangenehm sind reizt es die Haut Ihres Kindes.
Wenn tagsüber ein Babysitter oder eine andere Person Ihr Kind betreut, muss diese in das Töpfchentraining mit einbezogen werden.
Planen Sie Misserfolge ein. Zeigen sie keinen Ärger und keine Ungeduld.
Berücksichtigen Sie das Temperament Ihres Kindes. Sein allgemeiner Grad der Aktivität beeinflusst auch das Töpfchentraining. Achten Sie darauf, zu welcher Zeit am Tag Ihr Kind aufnahmebereit und kooperativ ist. Dies ist eine gute Zeit für das Töpfchentraining. Ist Ihr Kind generell etwas schüchtern und ängstlich, braucht es mehr Ermutigung, als wenn Sie ein sehr extrovertiertes Kind haben.
Bieten Sie Ihrem Kind etwas Unterhaltung, die ihm das Sitzen auf dem Töpfchen angenehmer macht. Ein Lied, ein Geschichte oder eine Handpuppe wirken Wunder!
 
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