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Wissenswertes




Essverhalten – Erziehung am Tisch - Warum Integrativ?


Immer wieder gibt es Diskussionen rund um das Thema Essen und Kinder. Viele Fragen sich, warum wir dieses oder jenes anders machen wie z.B. warum die Kinder in der Krippe nicht essen müssen etc. Aus diesem Grund möchten wir Euch einen Einblick in unsere Pädagogik verschaffen und erklären was, wie und warum wir Eure Kinder auch rund ums Essen integrativ begleiten.

Wir hoffen, dass wir die eine oder andere Frage hiermit beantworten können. Falls Ihr dennoch ein Anliegen oder Fragen habt, stehen Euch die Gruppenleiterinnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Die maslowsche Pyramide
Essen ist eines der fünf Grundbedürfnisse eines Menschen. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass die Kinder ein gesundes Essverhalten erlernen. Dies tun sie vor allem durch uns Erwachsene (Eltern, Betreuer, Bekannte etc).

Biologisches:
Kinder, auch gleichen Alters, essen nicht immer gleichviel. Ausserdem wechselt die individuelle Verzehrsmenge oft von Tag zu Tag. Plakative Beschreibungen des Essverhaltens reichen von „frisst wie ein Mähdrescher“ bis zum „Suppenkasper“. Ein solches Essverhalten kann also völlig normal sein und muss noch kein Anlass zur Besorgnis sein.

Die Bewertung, ob ein Kind über- oder untergewichtig ist, „gut“ oder „schlecht“ isst, darf jedoch nicht als „Momentaufnahme“ erfolgen, da Kinder im Laufe ihrer Entwicklung verschiedene Phasen durchlaufen. Die Proportionen des Körpers verändern sich deutlich vom Baby bis zum Jugendlichen. Mal dominiert das Längenwachstum, mal das Breitenwachstum, und dann wieder steht die geistige Entwicklung im Vordergrund. Es ist deshalb wichtig, das „Individuum Kind“ immer im Zusammenhang mit seiner Entwicklung über einen längeren Zeitraum zu betrachten und Gewichts- und Grössenverlauf zu dokumentieren.

So haben wir beispielsweise die erste Wachstumsphase von der Geburt bis zum Ende des 2. Lebensjahres, der die erste Streckung etwa zwischen dem 4. und 7. Lebensjahr folgt. Hier ist das Längenwachstum stärker ausgeprägt als die Gewichtszunahme; das Erscheinungsbild der Kinder wirkt schmaler (Babyspeck verschwindet). Auch etwa um das 10. Lebensjahr herum können wir einen Wachstumsschub verzeichnen, bei dem die Gewichtszunahme geringer als das Grössenwachstum ist. Dies hat zur folge, dass Vorher normalgewichtige Kinder schlanker wirken und zuvor übergewichtige Kinder schlanker werden.

Wie das Essverhalten entsteht:
Säuglinge und Kleinkinder essen wenn sie Hunger haben und hören auf, wenn sie satt sind. Sie reagieren auf ihre inneren Signale. Zu diesen Signalen gehört auch die angeborene Vorliebe für süsse Lebensmittel, zu denen z.B. die Muttermilch zählt. Nach dem Stillen bleibt die Vorliebe für Süsses bestehen. Kleinkinder bevorzugen süssliche Lebensmittel wie auch bei vielen Erwachsenen ist diese Vorliebe noch vorhanden ist.

Im Kindes- und Jugendalter werden die angeborenen Signale zunehmend überlagert durch Umwelt und Lernerfahrungen. Dazu zählen z.B. die Regulierung der Essensmenge durch Erwachsene, Werbung und vor allem die Gewöhnung.

Untersuchungen belegen, dass Kinder häufig ähnliche Vorlieben und Abneigungen haben, wie ihre Eltern. Unbekanntes Essen akzeptieren Kinder leichter, wenn auch die Eltern davon essen. Ab dem Kindergartenalter orientieren sich die Kinder am Essverhalten anderer Kinder und Erwachsener. Sie essen dann auswärts oftmals Speisen, die sie zu Hause niemals essen würden.

Versuche von Eltern, ihre Kinder mit beliebten Speisen für das Essen weniger gefragter Gerichte zu belohnen, werden von den Kindern meist durchschaut.
Daraus resultiert: Die unbeliebte Speise wird dadurch noch unbeliebter, denn sie versperrt den Weg zum geliebten Essen.

Kinder verlernen ihren angeborenen Hunger- Sättigungsmechanismus, wenn sie über ihren Hunger hinaus „Aufessen“ müssen. Sie sollten deshalb lernen, ihre Portionen einzuteilen.

Damit sich die Kinder gesund entwickeln und sie eine positive Einstellung zum Essen bewahren, begleiten wir die Kinder integrativ nach der Kenessey - Methode. Das Essen ist ein Grundbedürfnis eines Kindes, deshalb fördern wir auch bei Tisch das WIR-Gefühl
und die Gleichwertigkeit und wertschätzen uns und das Essen. Dies ermöglicht uns allen ein schönes Zusammensein ohne Zwang und Strafe.

Integratives Gedankenmuster:
Wir haben ein Zmittagsritual „Nüdeli Spaghetti-Sprüchli etc.“
Ich darf dort sitzen wo ich mag
Wir essen gemeinsam
Wir haben jetzt Zeit zum Essen
Ich kann von den Speisen, welche auf dem Tisch stehen, auswählen was ich essen möchte
Ich schöpfe selber, so lerne ich die Portionen einzuteilen
Ich darf aufstehen wenn ich fertig gegessen habe
Ich darf Speisen stehen lassen wenn ich sie nicht mag
Ich esse soviel wie ich mag (kein „Aufessen“)
Ich darf in der Krippe auch mal mit den Händen essen
Wir machen ab und zu ein Räuberessen (am Boden und mit Händen)
Ich kann jederzeit etwas trinken
Ich trage meinen Teller selbst in die Küche
Ich bin Vorbild

Tipps für ein lustvolles Essen:
Das Umfeld sollte stimmungsvoll sein (Atmosphäre, Gesellschaft)
Vorbildhaftes Verhalten der Eltern/Betreuer
Zuwendung
Geregelte Tischzeiten
Es gibt Mahlzeiten, dazwischen nichts Anderes, nur Früchte oder Rohkost (Gemüse)
Selber schöpfen (unterstützend mithelfen wenn nötig)
Kein Zwang zu Essen wenn das Kind etwas nicht mag
Phantasienamen für die Speisen (Popeye-Spinat, Prinzessinnnen-Quark etc.)
Mitbestimmung beim Speisezettel
Speiseplan abwechslungsreich gestalten
Einbeziehung in die Zubereitung der Speisen und Tisch decken
Speisen optisch ansprechend servieren (Das Auge isst mit)
Spieltrieb nutzen (Finger Food, Räuberessen), Essen als Erlebnis gestalten
Interessante Geschichten um das Gericht erzählen
Positive Aussagen bezüglich des Essens
Essen ist ein Grundbedürfnis, keine Belohnung oder Bestrafung
Rituale machen das Essen zu einem gleichförmigen, vertrauten Bestandteil im Tagesablauf des Kindes

Tipps bei Essensverweigerern:

Obst:
Obstsalate
Obsthäppchen zwischendurch
Milchmixgetränke mit passierten Früchten
Säfte (frisch gepresst)

Gemüse:
Möhren, Erbsen und Zuckermais sind beliebter als Kohl, Lauch und Hülsenfrüchte
Vorlieben wechseln häufig, deshalb immer wieder bei der Auswahl und Zubereitung variieren
Spinat kann, muss aber nicht gegessen werden (Anreiz: Vorbild Popeye)
Gemüse „verstecken in Nudelsaucen, Aufläufen, pürierten Suppen, Kartoffelbrei“
Rohkost wird oft lieber pur geknabbert als im angemachten Salat (Finger Food)
Gemüse kann auch leicht gegart werden und dann als Finger Food zum dippen gereicht werden
Kinder unter drei Jahren sollten aus verdauungstechnischen Gründen nur wenig Rohkost essen

Fleisch:
Hackfleisch oft beliebter als ganze Fleischstücke
Geflügel (Finger Food) zum Knabbern
Fisch nur als Filet ohne Gräten
Wurst in allen Variationen, jedoch nicht zuviel wegen den Fettanteilen

Eiweiss kann auch in Form von Käse, Soja und Eiern zu sich genommen werden

Die fünf Grundbedürfnisse nach Maslow Abraham:

Nahrung
Pflege
Sicherheit
Zuneigung
Schlaf

Wir betreuen unsere Kinder ihren Bedürfnissen entsprechend



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